Ein möglicher Weg zu einer hohen Vollkommenheit und zur Heiligkeit!

 

  Ich lieb Dich Herr, keiner ist wie Du, anbetend neigt sich mein Herz Dir zu, mein König Gott, nimm dies Lied von mir! Lass mich Herr ein Wohlklang sein vor Dir!

 

Jesus, Du blickst so liebevoll auf mich hernieder, danke mein Jesus für Deine Liebe!

   Das Schweigen ist ein Schwert im geistigen Kampf. Schwatzhafte Seelen gelangen nie zur Heiligkeit. Dieses Schwert des Schweigens schneidet alles ab, was sich der Seele anheften will. Wir sind gewohnt auf Sprache zu reagieren und meinen immer gleich antworten zu müssen ohne darauf zu achten, ob es Gottes Wille ist, dass wir reden.  Eine schweigsame Seele ist stark; alle Widerwärtigkeiten schaden ihr nicht, wenn sie im Schweigen ausharrt. Eine schweigsame Seele ist fähig, sich mit Gott aufs innigste zu vereinen; sie lebt fast immer unter der Eingebung des Heiligen Geistes. In einer schweigenden Seele wirkt Gott ohne Hindernisse. (Q: Tagebuch – Sr. Faustyna)

Es ist mir oft ein sehr starkes Bedürfnis, den Menschen gegenüber still zu sein, weil Gott mit meiner Wenigkeit sprechen möchte, in der Tiefe meines Seins, in meinem Herzen.  Meistens ist es mir in der Welt zu laut, ich kann nicht anders, als schweigen, wenn viel erzählt wird. Manche Menschen haben ein starkes Mitteilungsbedürfnis, das will ich ihnen nicht wegnehmen. Ich gebe zu, es ist manchmal ein bisschen eine Gradwanderung auf Messers Schneide. Einerseits möchte ich mit meinem Schweigen den Menschen gegenüber nicht aus der Liebe fallen, andererseits aber auch keine unnützen Worte sagen, oder gar in richtende oder beurteilende Gespräche über Menschen geraten. Auch in geistliche Gespräche kann sich sehr viel von dem unsichtbaren Gift des Eigenwillens schleichen.

Aber um der Vollkommenheit näher zu kommen, brauche ich die Vereinigung in der Stille mit meinem Herrn. Das heißt für mich auch eine ganz persönliche Beziehung zu Jesus. Je größer meine Sehnsucht nach Jesus, nach dem Himmel ist, desto inniger darf ich mich mit meinem Gott vereinigen. Natürlich immer so wie Er will, nicht wie ich will. Durch die innige Beziehung mit meinem Herrn, wird der Wunsch in mir wach, für Jesus zu leiden, mein Kreuz in Liebe und Freude zu tragen.

Wenn ich selbst vollkommen gegenwärtig  bin in meinem Herzen, ich muss vollkommen da sein, gesammelt sein,  meine Gefühle, Gedanken ganz auf Ihn gerichtet, erst dann  kann ich mich ganz in Ihm versenken und Seine Gegenwart spüren, so wie ER will. Meine absolute Präsenz ist notwendig um auf mein Herz hören zu können, erst wenn in mir alles verstummt, beginnen die inneren Augen des Herzens zu sehen. Ich darf mich in dieser tiefsten Tiefe meines Seins beschenken lassen, nichts wünschen, nur in Beharrlichkeit in der Stille verharren. Ich brauche nur mein Herz weit zu öffnen, mich ausstrecken zu Ihm und vertrauen, vertrauen und nichts als vertrauen.

Eine stille Seele achtet auch darauf, ob und wann es Gottes Wille ist zu reden, dazu muss ihr Herz immer Gott ganz zugewandt sein, sonst besteht die Gefahr, dass sie allzu menschlich denkt. Die ständige Anrufung des Heiligen Geistes ist ebenso notwendig, denn ohne den Heiligen Geist geschieht nix.

Dann die Vereinigung mit meinem Herrn, in der hl. Eucharistie,  und besonders öfters am Tag in meinem Herzen.

Es gibt in meinem Innern eine Ebene des Seins, wenn ich mich dort so viel wie möglich hineinversenke, werde ich vielleicht eine Entdeckung machen. Diese Ebene ist mein Herz, wo ich in inniger Vertrautheit meinem Gott begegne. Durch diese ganz persönliche Beziehung zu meinem Gott, darf ich Seinen Willen besser erkennen. Ohne meine Standespflichten zu verletzen, verbringe ich viel Zeit in inniger Vertrautheit bei meinem Gott.

Ein Austausch von Herz zu Herz. Das erfordert ein absolutes inneres Schweigen, ganz in der Stille bei meinem Gott zu sein.

Ich kann diese innige Vertrautheit mit meinem Gott auch pflegen, wenn ich in Gesellschaft  bin. Ich übergebe Ihm vorher schon alle Gespräche, und die Menschen mit denen ich mich unterhalte,  dadurch kann Er wirken und die Gespräche werden wertvoll. Auch die Schutzengel aller bitte ich um Ihre Unterstützung und Hilfe, damit sich Gottes Plan in allem erfülle.

Ich bin den ganzen Tag innig mit Ihm verbunden, ich nehme meinen Gott mit zur Arbeit, oder wenn ich ruhe, ich teile mit Ihm Freud und Schmerz, so ist Gott immer in meinem Herzen, meiner Seele gegenwärtig. Er lebt in mir und meine Wenigkeit lebt in Ihm. Dadurch fühle ich mich niemals verlassen oder allein, weil Er mein ständiger Begleiter ist.

Für mich ist die schönste und wertvollste Zeit, wenn ich in meinem Herzen, im absoluten Schweigen,  in der Stille bei meinem Gott sein darf. Auch wenn es oft nur kurze Augenblicke sind, es bringt Erleuchtung für meine Seele. Ein solches Gebet, welches ich mehrmals am Tag in meinem Herzen pflegen darf, ist ein höheres Gebet oder auch inneres Gebet genannt. Dort findet meine Seele und mein Herz alles was es braucht um glücklich zu sein. Schon der bloße Gedanke an das innere Gebet bewirkt in meinem Herzen eine unglaublich tiefe Sehnsucht auf diese Begegnung mit meinem Herrn. An Sein heiligstes Herz, an Ihn meinen geliebten Heiland zu denken, erfüllt mich mit Freude! Unser Herz ist so oft von Eigenliebe eingenommen. Einsamkeit und Stille ist notwendig um die Sammlung des Geistes zu fördern, und um Gott im Herzen zu spüren oder auch zu hören, so wie ER will.  Nur, eines ist notwendig: Gott und unser Verhältnis zu Ihm. Die ständige Bewachung meines Herzens ist nur gegeben, wenn ich immer mein Herz Gott zuwende.  In dieser Schule des Herzens Jesus, lasse ich mich von Ihm lieben, unterweisen oder ermahnen, denn nur Er kann mein Herz verwandeln.  Er schenkt mir an diesem heiligen Ort auch Kraft, Stärke und Trost. Dort lerne ich mein inneres Leben zu ordnen, keine unüberlegten Worte zu sagen, oder unordentliche Regungen und rein natürliche Handlungen zu begehen.

Die verschiedenen fühlbaren Liebesgaben, will Gott oft nur zwischen der Seele und Ihn haben. Gott verleiht sie umsonst, wem Er will, sie sind Sein Geschenk  und tragen nichts zu unserer Erlösung bei, eben weil ER sie schenkt wem ER will.

Darum ist es für mich wichtig an Gott festzuhalten mich an Seinen Geschenken zu erfreuen und die innige Vertrautheit mit meinem Gott täglich zu pflegen.  Nur wenn ich meinen Gott in Wahrheit liebe, Seinen Willen in allem erfülle, wird Er Sich selbst auf ewig meinem Herzen geben. Ihn, meinen Gott vor allem, über alles und in allem in mir herrschen zu lassen ist meine ganz große Sehnsucht. Alles aus Liebe zu meinem Gott, zu tun, nicht was ICH will, sondern was ich kann. Jesus mein Kreuz nachzutragen, alle Tage meines Lebens, meine Pflichten als Mutter, Ehefrau und Hausfrau in Liebe zu erfüllen.

 

Kreuz und Leiden ist der direkte Weg zur Vollkommenheit!!!
Im Kreuz und in der Liebe liegt unsere Heiligung!!!

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