1. Adventsonntag


„Ad te levavi animam meam:

„Zu dir erhebe ich meine Seele“

Ps 25,1

Lesejahr A
I;

StB: I. Woche


Eröffnungsvers:
Zu dir erhebe ich meine Seele, Herr, mein Gott!
Auf dich vertraue ich, möge ich nicht enttäuscht werden.
Nicht sollen meine Feinde über mich frohlocken! Keiner,
der auf dich die Hoffnung setzt, wird je enttäuscht.
Enttäuschung trifft nur solche, die ohne Grund die Treue
brechen.

Ad te Domine levavi animam meam…….


ERSTE LESUNG!

Jes. 2/1-5;

Das Friedensreich um Jerusalem

Das Wort, das Isaias, der Sohn des Amoz, über Juda und Jerusalem schaute: Am Ende der Tage wird es geschehen: Da steht der Berg des Hauses des Herrn an der Spitze der Berge festgegründet und ragend über die Hügel, und alle Völker strömen zu ihm. Viele Nationen pilgern und sprechen: »Auf, laßt uns steigen zum Berge des Herrn und zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns seine Wege lehre und wir schreiten auf seinen Pfaden!« Denn Weisung geht aus von Sion, das Wort des Herrn von Jerusalem. Zwischen den Völkern wird er richten, entscheiden für viele Nationen. Ihre Schwerter schmieden sie zu Pflugscharen um und ihre Speere zu Winzermessern. Nimmer wird Volk gegen Volk das Schwert erheben, und nicht mehr lernt man die Kriegskunst. Haus Jakob, wohlan! Laßt uns wandeln im Lichte des Herrn!

ZWEITE LESUNG!

Röm. 13/11-14;

Und dabei sollt ihr am Stand der Zeit erkennen, daß die Stunde schon da ist für euch, um vom Schlafe aufzustehen; denn näher ist jetzt unser Heil, als da wir zum Glauben kamen. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag hat sich genaht. So laßt uns denn ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichtes! Wie am Tage laßt uns ehrbar wandeln, nicht in Schmausereien und Trinkgelagen, nicht in Wollust und Ausschweifungen, nicht in Streit und Eifersucht; zieht vielmehr den Herrn Jesus Christus an, und pflegt das Fleisch nicht so, daß es lüstern wird!


RUF VOR DEM EVANGELIUM!
Halleluja. Halleluja.

Ps. 85/8;
Laß uns, Herr, deine Gnade schauen
und gewähre uns dein Heil!

Halleluja.


EVANGELIUM!

Mt. 24/37-44;

Wie die Tage des Noe, so wird die Ankunft des Menschensohnes sein. Denn wie sie in den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen bis zu dem Tag, da Noe in die Arche ging, und nichts bedachten, bis die Sintflut kam und alle hinwegraffte: So wird es auch sein mit der Ankunft des Menschensohnes. Dann werden zwei auf dem Felde sein; der eine wird hinweggenommen, der andere zurückgelassen werden. Zwei werden mahlen an der Mühle; die eine wird hinweggenommen, die andere zurückgelassen werden.

Seid wachsam!

Darum wachet, denn ihr wißt nicht an welchem Tag euer Herr kommt. Das aber sollt ihr bedenken: Wenn der Hausherr wüßte, zu welcher Stunde der Nacht der Dieb kommt, würde er wachen und nicht einbrechen lassen in sein Haus. Darum seid auch ihr bereit; denn zu einer Stunde, da ihr es nicht meint, kommt der Menschensohn.

 
KOMMUNIONVERS!
Ps: 85/13;
Auch spendet der Herr den Segen,
und unser Land gibt seinen Ertrag.

Für den Tag und die Woche!

Schon leuchtet der Tag – er ist für uns angebrochen, als wir getauft wurden. Wir leben im Morgenlicht der Wahrheit. Wir wissen, dass Gott Gott ist und nicht der Weltgeist; dass er der Gott ist, der in Christus Jesus uns aus Erbarmen angenommen hat. In diesem Licht kann uns sein „Tag“nicht mehr überraschen. In diesem Licht bereiten wir uns ja im Glauben und in der Liebe für ihn vor. (H. Schlier- Schott Meßbuch)